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Zivildienst für alle?Statt Wehrpflicht wäre ein Zivildienst für alle Volljährigen ein Zeichen von Gleichberechtigung
Wie einfach war das doch. Man wurde geboren. Entweder als Junge, der, wenn er groß ist bei der Armee seinen Mann stehen muss, um danach mit einem Beruf die Familie und die Ehefrau zu versorgen hatte, die für Küche und Kinder verantwortlich war. Zum Glück ist das heute vorbei und die Gleichberechtigung hat in viele Lebensbereiche Einzug gefunden. Doch einer ist da noch, in dem Frauen zwar mitmischen dürfen, Männer aber müssen. Das stellt doch eindeutig einen Konflikt der Gleichberechtigung dar. Männliche Jugendliche müssen sich vor dem 18. Geburtstag auf ein Schreiben des örtlichen Kreiswehrersatzamtes gefasst machen, in dem steht, dass sie erfasst wurden und demnächst zur Musterung müssen, um dann für neun Monate den Dienst an der Waffe zu üben oder sich als Zivi für die Gemeinschaft einzusetzen, soweit sie nicht das Glück haben, ausgemustert zu werden. Viele dieser Gemusterten wollen sowohl dem Bund als auch dem Zivildienst entgehen, indem sie versuchen, sich durch verschiedene Methoden ausmustern zu lassen. Das Verfahren, nachdem heutzutage junge Erwachsene zum Bund eingezogen werden, entspricht längst nicht mehr dem Gesetz, da nur noch rund die Hälfte der Wehrpflichtigen eingezogen werden und die Auswahl dieser eine Willkür darstellt. Trotzdem weigern sich bisher die großen Parteien, die Wehrpflicht abzuschaffen, was nicht zwangsweise mit der Tatsache zu tun hat, dass man sonst nicht genug Streitkräfte für Auslandseinsätze und den Verteidigungsfall aufbieten könnte. Vielmehr könnte das daran liegen, dass ein Staat ohne Zivildienstleistende eine Menge an Mehrkosten hätte, weil ausgebildete Arbeiter teurer sind als Zivis mit einer monatlichen Aufwandsentschädigung. Eine Abschaffung der Wehrpflicht wäre für den Staat somit eine große finanzielle Belastung. Doch es muss ja nicht alles abgeschafft werden. Ein Zivildienst für alle wäre eine vorteilhafte Erneuerung der Wehrpflicht. Junge Männer könnten sich nicht mehr vor dem Dienst drücken, da wohl jeder in der Lage sein dürfte, einen Zivildienstplatz zu finden, bei dem keine harte körperliche Arbeit getätigt zu werden bräuchte. Und Kameraden, die wegen dem Vater und dem Großvater, die beide Dienst an der Waffe geleistet haben auch zum Bund wollen, würden die Türen auch nicht verschlossen bleiben. Somit entstünde ein Wahlrecht zwischen Bund und Zivildienst, wobei im Gegensatz zu heute der Zivildienst die Basis aufstellen würde und alle, die sich nicht ausdrücklich für die Bundeswehr entscheiden würden, den Dienst an der Urinschüssel machen müssten. Damit das ganze auch zur Gleichberechtigung beiträgt, müsste die Pflicht zum Zivildienst auch für Frauen gelten, die sich dann auch eine Zivildienststelle suchen müssten, soweit sie nicht zum Bund wollen. Die Zahl der Zivildienstleistenden würde sich nach diesem Schema mehr als verdoppeln, da nicht nur die ganzen Frauen zum Zivildienst, sondern auch heutige junge Männer, die nicht verweigert haben, leisten müssten. Heutzutage gibt es noch, bedingt durch die relativ geringe Anzahl an Zivildienstleistenden genug freie Stellen, die besetzt werden können. Dieses Stellenkontingent wäre aber bei mehr als doppelt so vielen Bewerbern um Zivildienststellen gnadenlos überlastet, was bedeuten würde, dass bei neun Monaten Zivildienst nicht genug freie Stellen verfügbar wären. Bei einer Verkürzung dieses Dienstes auf z.B. sechs Monate wäre aber auch dieses Problem entschärft. Eine allgemeine Gleichheit wäre wiederhergestellt und verbessert worden, da restlos alle den Dienst leisten müssten. Keiner könnte sich mehr mit dem Argument drücken, dass diese und jene Person auch nicht Dienst geleistet hätte. Und sechs Monate wären einfacher zu überstehen als neun. Die Tatsache, dass restlos alle diese sechs Monate verlieren würden, brächte niemanden einen Vorteil, indem z.B. eine Ausbildung früher begonnen werden könnte oder ein Studium mit zwei Semestern früher abgeschlossen wäre. Und für engagierte Leute könnte es, wie es z.B. jetzt schon Angebote gibt, ein ökologisches oder soziales Jahr geben, also zwölf statt sechs Monate Dienst für die Allgemeinheit, wodurch sich diese engagierteren Personen auch von der "breiten Masse" abgrenzen würden. Dazu im Postpla.net : Kein Thema angegeben Geschrieben von an3 am 24.06.05 20:08 (seit dem 3021 mal gelesen) Ähnliche Artikel zu Zivildienst für alle?
Aktuelle Kommentare zu Zivildienst für alle?sinnvoll. und vorallem mal fair. von wegen emanzipation und so *nen vogel zeig* mittlerweile sind die männer die gelackmeierten. sei es das sorgerecht oder das geld oder eben die wehrpflicht. es wird den frauen immernoch weniger zugemutet und ihnen damit weniger pflichten auferlegt. dabei sind SIE es, die während des bügelns das kind schaukeln können, telefonieren und fernsehen und ganz unbewusst dann noch pläne schmieden wie man männer weiter ausnehmen kann. |
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