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Wahre Freundschaften ?

Eine kurze Diskussion über Freundschaften, Geheimnisse und deren Stand in der Gesellschaft.



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Was ist wahre Freundschaft?
Die Frage nach dieser wahren, einzigen und besten Freundschaft probiere ich schon seit sehr langem für mich persönlich zu erschließen. Was steckt dahinter? Inwieweit existiert sie zwischen Frauen und Männer? Ab welchen Alter wird die Person fähig eine solche Freundschaft zu führen bzw. in wieweit wirken Umfeld und Gesellschaft auf solche Freundschaften ein.

Als erstes stellt sich dort die Frage nach dem "Was?“
Was definiert diese beste Freundschaft? Um dies zu klären möchte ich als erstes ein Zitat heranführen:
Freundschaft bezeichnet eine positive Beziehung und Empfindung zwischen zwei Menschen, die sich als Sympathie und Vertrauen zwischen ihnen zeigt. Die in einer freundschaftlichen Beziehung zueinander stehenden Menschen bezeichnet man als Freundin bzw. Freund. In einer Freundschaft schätzen und mögen die befreundeten Menschen einander um ihrer selbst willen. Freundschaft beruht auf Zuneigung, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung.

[Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/Freunde...

Meines Erachtens trifft diese Definition sehr gut, und überstimmt mit meinem Bild sowie auch mit dem einer großen mir bekannte Mehrheit.

Nun fügen wir zur folgenden Definition das so genannte beste, als Steigerungsform des Wortes "gut" hinzu. Es soll also eine Zwischenmenschliche Beziehung darstellen, welche den anderen Freundschaften gegenüber nicht nur etwas besonderes, sonder sogar „das Besondere“ enthält.

Beginnen wir im Alter der Säuglinge bzw. der Kinder, wo man gerne von den so genannten Sandkastenfreundschaften spricht. Zeiten in den die Freundschaft daraus besteht mit einander zu spielen und den anderen flach ausgedrückt "gern zu haben".
Mit zunehmendem Alter wird die Problematik schwerer, das Gehirn entwickelt sich, der Mensch empfindet eine wesentlich größere Anzahl an Emotionen bzw. kann sie besser wahrnehmen und deuten als früher. In der Zeit der Vorpubertät wird zum ersten Mal der eigene Körper sowie der des anderen Geschlechtes wahrgenommen. Dies, nur als einer vieler Faktoren, genannten Beispiele nimmt großen Einfluss auf unsere Veränderungen ein.

Durch die folgende Pubertät werden Freundschaftsfragen neue definiert. Wo nach such ich mir meine Freunde aus? Dem Aussehen? Dem Geschlecht ? Den Hobbys ?
Auch wenn das noch kindliche Gehirn hier noch keine großen Aktivitäten regt fängt es an natürlich sowie beeinflusst von Medien, Umgebung sowie der Erziehung zu selektieren. Meistens beginnt diese Selektion in der Zeit der Grundschule in welcher solche besten Freundschaften verstärkt auftreten. Dieses Pärchen kann im Normalfall gesprochen nichts trennen.
Auch die Eltern sind in vielen Fällen gut befreundet, häufig die Mutter im selben Fitnessstudio oder auch Nachbarn. Ob das Kind in dem Falle selbst selektiert hat oder in die Richtung gedrängt wurde ist leicht zu erschließen.

Im Alter von 9-10 Jahren beginnen die Kinder erste Geheimnisse welche mit "Werten" belegt sind an ihre besten Freunde zu verraten. Dinge die eigentlich nur man selbst wissen darf, aber dies im Normalfall nicht möglich ist, da jeder Mensch den inneren Wunsch hat sich mitzuteilen. (Dieses Thema weiter auszuführen bräuchte einen komplett eigenen Artikel, welcher vielleicht zur späteren Zeit folgt.)
Oft handelt es sich bei diesen Geheimnissen um die erste große Liebe, eine schlechte Note in der Schule und in seltenen Fällen auch um private Probleme aus dem Leben der Eltern oder ähnliches.

Ich denke viele könne bis jetzt sich gut mit dem bis jetzt gelesenen identifizieren und denken: "Ja, so war es bei mir auch"

Wie geht ein Kind im Alter von 10 Jahren nun mit einer so geheimen Information um? Ist es nicht naiv zu glauben, es könnte die Information als wichtig einstufen und diese für sich selbst zu behalten. Jeder kennt denke ich die Kinderstimme welche ruft: "Der Mark hat das Fenster kaputt gemacht." "Die Lisa hat mich gehauen".
Kinder haben einen noch höheren Drang sich gerade ihren Eltern mitzuteilen als Jugendliche. Also wäre es in diesem Alter von einer besten Freundschaft zu sprechen falsch? Oder eher gesagt was macht in diesem Alter eine beste Freundschaft aus? Ich will drauf keine direkte Antwort geben sondern eher einen Denkanstoß.

Mit der Pubertät kommen neben Pickeln, Problemen in der Schule und mit dem anderen Geschlecht auch die besten Mädchenfreundschaften welche mit typischen Merkmalen wie dem gemeinsamen Reiten, Schminken, über Jungs reden und Jugendzeitschriften lesen gekennzeichnet sind. Die besten Freundinnen vertrauen sich alles an. Oft passiert es in dieser Zeit, dass Freundschaft zerbrechen, große Schwärmereien für den Jungen aus der Nachbarklasse auf einmal über den gesamten Schulhof bekannt sind. Hier beginnt ein besonderes Phänomen das aus besten Freunden Feinden werden.

Viele kleine Enttäuschungen entstehen in dieser Zeit welche je nach Charakter und Person auch Spätfolgen in der Knüpfung von sozialen Kontakten haben können.

Seinen Höhepunkt nimmt die Verwirrtheit der Gefühle sowie das Kommen und Gehen von Freunden in der Zeit der Haupt-, Gesamt- oder Realschule bzw. des Gymnasiums. Auf einmal hat sich der Freundeskreis verdoppelt oder verdreifacht. Der bis jetzige "beste Freund" der Grundschulzeit rückt in den Hintergrund, da neue interessante Charakter zu erforschen sind.

Zusammengefasst das total Chaos der Gefühle.
Gerade in Situationen in denen das persönliche Leid seinen Höhepunkt erreicht hat probiert man sich zwanghaft anderen Menschen mitzuteilen. Klassenkameraden werden auf einmal zu Seelsorgern und mit Teenie-Problemen der Mitschüler überschüttet. Das einzige Problem: " Sag das niemanden" "Schwör das es unter uns bleibt" usw.
Jeder kennt auch diese Sprüche welche auch wieder sehr naiv gestellt sind. Was verlange ich als Mensch wenn ich einem Freund von einer Problematik erzähle, zum nutze meiner eigenen Erleichterung z.B. einer Problematik der Eltern oder ähnliches? Soll mein bester Freund nun mit diesem Problem im Kopf durchs Leben gehen? Kann er die Problematik überhaupt verarbeiten? Ist es gerecht ihn zu belasten und ihm dann zu verbieten darüber zu reden?

Diese Fragestellungen gelten von der Grundschule an bis ins hohe Alter. Geheimnisse belasten sehr stark viele Freundschaften und sind oft weil sie verraten wurden Trennungsgründe. In den meisten Fällen verrät man das Geheimnis im späteren Alter zumindest seinen Lebensgefährten um sich mit dem Probleme besser abfinden zu können. Ich denke das nur ein sehr kleiner Teil der Geheimnisse aus Freundschaft jeglichen Alters wörtlich mit "ins Grab genommen werden", da die Belastungen der Psyche auf Dauer zu hoch wird. Sicherlich gibt es auch diese perfekten besten Freundschaften welche mit diesen Problematiken optimal umgehen können, dieses mag ich mit dem Artikel keineswegs bestreiten. Ich habe in diesem Artikel eher probiert mit meiner eigenen Ansicht dieses Thema ohne große Quelleneinwirkung zu erschließen.

Viele nutzen mittlerweile die Anonymität des Internets um ihr Herz auszuschütten, in Foren, Chats und Blogs, was die Zwischenmenschlichen Beziehungen stark entlastet. Die Frage ist nur ob diese Entwicklung positiv oder negativ ist. Ich mag es mal mit einer Art digitalem online Tagebuch vergleichen, was aber neuerdings auch Antworten gibt.

Als letzte Frage stellt sich nun:
Halte ich Geheimnisse besser aus der Freundschaft raus? Präsentiere ich sie in der Öffentlichkeit? Und wie verhalte ich mich meinem besten Freund gegenüber sollte er was verraten haben?

Diese Probleme muss jeder im Endeffekt für sich selbst entscheiden aber vielleicht bei dem nächsten Streit nochmal über das hier geschriebene nachdenken.

Vielen Dank.


Dazu im Postpla.net :  Kein Thema angegeben
Geschrieben von tj am 11.04.07 16:04 (seit dem 1529 mal gelesen)
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Aktuelle Kommentare zu Wahre Freundschaften ?

Kommentar Von tj (15.04.07 19:54):
immer diese kritischen studenten :D
Kommentar Von Felicitas (15.04.07 16:38):
hm....

ich bin nicht ganz so zufrieden mit dem artikel. sicher ist dieser im vergleich zu anderem was man hier ließt höherwertig, keine frage, dennoch musste ich fortwährend beim lesen die stirn runzeln. zum einen weckt der titel des artikels eine ganz andere erwartung in mir als das, was am ende zu lesen ist. zum anderen wurde meiner meinung nach diese 3-teiligkeit, die der artikel verspricht nicht wirklich gut eingehalten und partiell auch nicht vertieft genug dargestellt. dann sind ein paar wissenschaftliche unkorrektheiten drin wie der ausdruck des kindlichen hirns und der geringen aktivität. gestellte fragen wurden mE nicht (ausreichend) beantwortet. die frage ist nun eigentlich: ist das wirklich eine diskussion? ists ein artikel? oder der versuch einer wissenschaftlichen abhandlung? alles so ein bisschen, keines wirklich.

dennoch geb ich dem beitrag 60%, wie gesagt, im vergleich zu dem was hier sonst so steht sticht er schon heraus.
Kommentar Von einem Gast (11.04.07 23:27):
ich sehe den artikel auch als sehr gut an! da ich selber oft in situationen war und bin in denen ich freundschaften in frage stellen musste und es immer noch tue kann ich den artikel auch aus diesem blickwinkel sehr gut nachvollziehen! er beinhaltet für mich sehr wahre und wichtige aspekte die manche menchen zu wenig bedenken! mich hat er erneut zum nachdenken angeregt.
:D :) :o :p :( ;) [B] [I] [U] [D] [URL] [EMAIL] [-][+] Neuer Kommentar Kommentar abgeben :

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