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Tödliche BombenTerrorangriff auf algerische RegierungEin Terrorangriff auf die algerische Regierung hat am Mittwoch mindestens 23 Menschen das Leben gekostet. Bei den Anschlägen auf den Regierungssitz und eine Polizeiwache am Rand der Hauptstadt Algier wurden außerdem 160 Menschen verletzt.
Polizeiabsperrung durchbrochen Die amtliche algerische Nachrichtenagentur APS berichtete unter Berufung auf die Behörden von insgesamt 23 Todesopfern, nannte aber keine Einzelheiten. Zuvor hatte es geheißen, bei dem Anschlag auf den Sitz der Regierung seien mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Augenzeugen beobachteten einen Autofahrer, der sich mit seinem roten Wagen dem Amtssitz des Ministerpräsidenten näherte. Polizisten versuchten noch, ihn mit Schüssen zu stoppen, doch da explodierte das Fahrzeug, etwa 30 Meter vor dem Gebäude. Das Auto brannte völlig aus. Sechs Stockwerke des Gebäudes wurden erheblich beschädigt, die Fassade stürzte teilweise ein. In dem gleichen Haus befindet sich auch der Amtssitz des Innenministers. Die Wucht der Explosion gegen 11.45 Uhr war so stark, dass das metallene Eingangstor verbogen wurde. Die Polizei riegelte den Zugang zu dem Regierungsgebäude ab. Am östlichen Rand von Algier, in der Vorstadt Bab Ezzouar, explodierte etwa zur gleichen Zeit eine zweite Bombe. Dort wurden nach Informationen von APS mindestens acht Menschen getötet und 50 verletzt. Islamisten im Untergrund Algerien befindet sich seit 1992 im ständigen Konflikt mit islamischen Fundamentalisten. Damals stand deren Islamische Heilsfront (FIS) bei einer Parlamentswahl kurz davor, die Regierungsmehrheit zu erringen. Die Wahl wurde daraufhin von den Streitkräften für ungültig erklärt, und die Fundamentalisten gingen in den Untergrund. Bei Anschlägen, Überfällen und Kämpfen mit Polizei und Soldaten kamen seitdem schätzungsweise 200.000 Menschen ums Leben. Ende der 90er Jahre flaute die Gewalt etwas ab. In einem Referendum vom 29. September 2005 sprach sich die algerische Bevölkerung mit großer Mehrheit für einen Plan von Präsident Abdelaziz Bouteflika zur nationalen Versöhnung aus, verbunden mit einer weitgehenden Amnestieregelung. Seit einigen Monaten kommt es aber wieder häufiger zu Zwischenfällen vor allem im Osten und in der Mitte des nordafrikanischen Landes. Am vergangenen Wochenende wurden bei Gefechten zwischen Islamisten und Regierungstruppen neun Soldaten und sechs Aufständische getötet. Die Islamisten griffen nach Angaben der Behörden eine Militärpatrouille im Wald von Zaccar an, 250 Kilometer westlich von Algier. Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus mit Arbeitern einer russischen Firma kamen am 3. März vier Menschen ums Leben. Dazu bekannte sich die Organisation Al Qaeda im Islamischen Nordafrika. Dabei handelt es sich offenbar um die gleiche Organisation wie bei der früher aufgetretenen Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC). (AP, N24.de) Dazu im Postpla.net : Kein Thema angegeben Geschrieben von kruemel1074 am 12.04.07 06:06 (seit dem 1451 mal gelesen) Ähnliche Artikel zu Tödliche BombenAktuelle Kommentare zu Tödliche Bomben |
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