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Thema Studiengebühr

Studiengebühr: Wie man Themen "klein reden" kann.



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Nicht jedermanns Sache, diese Reform, doch es ist auch kein Geheimnis mehr, dass die Überarbeitung unseres Bildungssystems notwendig war. Das, was in anderen Ländern schon als Selbstverständlichkeit gilt – für seine Bildung zu zahlen – wurde hier plötzlich zur Diskussion, eine Diskussion um Wählerstimmen. Parteien, die diese Reform befürworteten wurden auf einmal zum Gesellschaftsspalter, die anderen zur Volkspartei. Stichwort Partei - Politik: Die Kunst das Volk zu verwirren. Nun denn, die Studiengebühr war ein Thema, wie es anders in der deutschen Politik nicht hätte kommen können. Mustergültig, zur Nachahmung aber nicht empfohlen.

Eine Überarbeitung unseres Bildungssystems ist nicht mehr zu Umgehen - Keine Neuigkeit für uns, keine für die Politik. Das ganze Drumherum hilft nun einmal nicht, wir müssen es auf den Punkt bringen: Deutschland hat nicht die nötigen finanziellen Mittel um die Bildung aus eigener Kraft den deutschen Bürgern zu ermöglichen.

Reformen machen’s möglich. Doch wäre es nicht sinnvoll, erst einmal die Probleme zu erörtern, die mit dieser Reform bekämpft werden sollen? Um nur mal ein Beispiel zu nennen: Da wären andere Länder, die uns die Stellung als Nummer Eins der Spitzenkräfte schon lange weggenommen haben und freudig großen Unternehmens Zuwachs verbuchen. Ich verweise hierbei nicht nur auf die Pisa Studie sondern auch auf die steigende Ausländerquote in Forschung und Entwicklung der deutschen Unternehmen. Wichtig scheint mir noch die Anzahl derjenigen, die eine kostenlose Bildung ermöglicht bekommen, aber später nicht in den Arbeitsprozess einsteigen. Ist dies Sinn und Zweck eines Sozialstaats – Leistung für Gegenleistung?

Nichts desto trotz ist es unabdingbar die Gegenseite zu betrachten. Ich denke hierbei an die finanziell Schwachen. Arm wie reich muss dieselbe Bildungschance erhalten. Kann denn die Studiengebühr wirklich jeder finanzieren? Der Staat spricht von Subventionsgelder und Finanzierungsmöglichkeiten. Wir nehmen mal an, ein Semester kostet 500€. Das wären nach 8 Semestern 4000 Euro. Jetzt mal angenommen man bekommt einen zinslosen Kredit und zahlt die Gebühr erst dann zurück, wenn man auch das nötige Kleingeld besitzt. Dann wird jedem schnell klar, dass die Gebühr eigentlich nicht zu beachten ist. Was sind schon 4000 Euro im Vergleich zu 50.000 Euro, die mit einer guten Bildung in nächster Nähe gerückt sind?

Zum Ende möchte ich noch das Wort Studiengebühr aus aller Munde streichen. Schauen wir einmal nach Amerika. Dort wird für ein gutes Studium 5-stellige Summen oder mehr fällig. Dort muss ich die so genannte „Studiengebühr“ zahlen, was nicht weniger bedeutet, als die gesamte Kostenübernahme meiner Ausbildung. Deshalb betrachte ich die diskutierte Gebühr in Deutschland eher als eine Aufwandsentschädigung oder Subvention seitens der Bürger an. Denn mal unter uns: Dein Studium wird den Staat garantiert mehr als 4000 Euro kosten.


Dazu im Postpla.net :  Kein Thema angegeben
Geschrieben von GoldenEye am 27.11.06 20:08 (seit dem 1208 mal gelesen)
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Aktuelle Kommentare zu Thema Studiengebühr

Kommentar Von GoldenEye (29.11.06 16:51):
ok, das mit dem Erlass glaube ich dir gerne, ich wollte eigentlich mit den Links nur zeigen, dass es für jeden möglich ist, sein Studium zu finanzieren.
Kommentar Von El Sparko (29.11.06 00:14):
ich weiß nicht was mir deine links sagen sollen, aber du darfst mir glauben schenken. ich bin student und uns wird ein erlass der gebühren aus "rein finanziellen gründen" nicht genehmigt. es muss ein sozialer(!) härtefall vorliegen und die momentan genehmigungswürdigen sind wirklich weniger als unwahrscheinliche konstellationen.
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