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Suche nach Energien der Zukunft

Wieso die Versorgungssicherheit ernsthaft auf dem Spiel steht



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www.atommuell-lager.de
Mal wieder Samstagmorgen, einer der Tage, an denen ich es mir erlauben kann ein wenig länger in den Federn zu liegen. Die ersten Sonnenstrahlen scheinen schon durch die Ritzen der Rollandens, der Wecker klingelt, ich gähne noch ein zwei mal, schalte die Nachtischlampe an und muss leider feststellen, dass nicht mehr viel Zeit geblieben ist, um noch länger im Bett liegen bleiben zu können. Noch leicht benebelt vom feucht fröhlichen Freitagabend wanke ich ins Bad, nebenbei ein schneller Druck auf den Standby-Knopf des PCs, kurz unter die heiße Brause - war wohl doch wieder eher ein langes "kurz" -, Zähne putzen, rasieren, alles ist inzwischen ein automatisierter Prozess. Während ich auf die neusten Schlagzeilen blicke (natürlich über das online Abo einer bekannten deutschen Zeitung), schlürfe ich die letzen Schlücke des lauwarmen Kaffees und dann geht’s auch schon ab ins Büro – natürlich mit dem Auto, schließlich darf der Umweltschutz nicht zu meiner Belastung werden.

Dies ist Alltag bei mir. Mehr oder weniger ähnlich gewiss auch bei Ihnen, ihrem Partner oder einem der weiteren 80 Millionen deutschen Bürger. Das Nutzen von moderneren Technologien, sei es der PC, die Kaffeemaschine aber auch die Bereitstellung von warmem Wasser und der fahrbare Untersatz, bedingen ein lückenloses Versorgungsnetz, das die Haushalte mit ausreichend Energie versorgt. Mit der Zeit hat in Gesellschaft und Politik ein Umdenken stattgefunden. Statt einfach nur den Strom anzuschalten, sind wir uns inzwischen bewusst, dass mit dem Gebrauch von Energie der Ausstoß von CO2 und der Verbrauch von Ressourcen verbunden ist. Der ökologische Gesichtspunkt ist damit bei der Politik und auch bei den Verbrauchern in den Vordergrund gerückt. Doch reicht es eigentlich aus, beim Einschalten des "Power PCs" nur an den Klimawandel zu denken? Eine Frage die in der Öffentlichkeit wenig diskutiert wird, damit aber nicht weniger wichtig für unsere politische und ökonomische Zukunft. Der Aspekt Versorgungssicherheit wird zwar in zahlreichen Fachgremien ausgiebigste erörtert, dem Bürger jedoch fehlt meist die nötige Kenntnis über die Materie. Es sollte daher im Interesse aller liegen, sich mit der Frage nach einer gesicherten Energieversorgung der Zukunft näher auseinander zusetzen, wobei dieser Artikel einen ersten Schritt darstellen kann.
Wir alle fürchten uns vor dem Super-Gau, dem größten anzunehmenden Unfall in einem Atomkraftwerk. Es klingt daher logisch, wenn Politiker oder Umweltverbände eine schnelle Abschaltung alter, in naher Zukunft auch neuer Meiler fordern - trotz außerordentlich ökologischer Nachhaltigkeit der energetischen Nutzung von Kernenergie. Fakt ist, dass durch einen Atomausstieg ein Energieersatzbedarf von 45.000 MW entsteht. Womit also soll dieser Bedarf gedeckt werden? In Frage kämen nur die Erneuerbaren Energien, Stein- bzw. Braunkohle oder in gewissem Maße auch Öl und Gas. Im Folgenden möchte ich nun auf jeden Energieträger näher eingehen.

Der Gasstreit zwischen Weißrussland und der Ukraine sollte uns wachgerüttelt haben: der kurzfristige Lieferstopp zeigt, von welch großer Bedeutung eine gesicherte Versorgung ist. Die Rohstoffe werden immer knapper, die Vorkommen konzentrieren sich immer mehr auf wenige exportierende Länder. Zudem wird Öl und Gas bereits in großen Mengen von Deutschland importiert. Eine Ausweitung würde daher die staatliche Souveränität gefährden. Gemeint ist damit nicht nur die Energieversorgung, auch auf andere politische Entscheidungen wäre nun vom Ausland Druck auszuüben durch Preiserhöhung oder Lieferstopp.
Die Steinkohleförderung könnte eine Alternative bieten, ist aber bereits selbst von einer Ausstiegsdiskussion betroffen. Bis 2018, sollen alle deutschen Zechen stillgelegt werden, trotz viel versprechender Entwicklungen im Bereich Umweltverträglichkeit. Das Argument ist einfach: Der Abbau von Steinkohle ist zu teuer. Jährlich muss der Staat Milliarden Euro an Subventionsgelder bereit stellen, um die im Vergleich zum Weltmarkt dreimal teurere heimische Steinkohle wettbewerbsfähig zu halten. Auch die Braunkohle ist nicht als Ersatzenergieträger anzusehen. Der Abbau findet zwar im Tagebau statt, sie ist damit weitaus billiger als Steinkohle, der überdurchschnittlich hohe CO2 Ausstoß bei der Verbrennung kann allerdings ökologisch nicht befürwortet werden.
Den Erneuerbaren Energien fehlt aktuell noch das Potenzial, um derart große Mengen effizient erzeugen zu können. In ferner Zukunft stellen sie dennoch einen Schimmer am Horizont dar, die Hoffung gleichzeitig aber auch die Erwartung in diese Form der Energieerzeugung sind enorm hoch.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir durch den Kernenergieausstieg ein ernsthaftes Problem bekommen werden. Weder Öl und Gas, noch Stein- oder Braunkohle können den anfallenden Energieersatzbedarf decken. Einzig und allein die Regenerativen Energien könnten ein Lösungsansatz dieses Problems sein, momentan sind sie jedoch noch nicht von großer Bedeutung.
Es ist also durchaus sinnvoll sich über diesen Aspekt der Energienutzung Gedanken zu machen, auch wenn wir die Abschaltung der Atomkraftwerke wohl erstmal nicht an der Steckdose spüren werden. Manch einer mag sagen, dass dieses ganze Szenario weit hergeholt sei, doch auch die Annahme eines Super-Gaus in den deutschen AKWs tendiert gegen null. Wer also die Abschaltung von Atommeilern fordert - durchaus mit gutem Grund - kann nicht in der Mitte stehen bleiben. Dieser Artikel ist also getreu dem Motto: Wer A sagt muss auch B sagen können – hier wohl besser: wer A denkt muss auch B denken.


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Geschrieben von GoldenEye am 02.09.07 03:03 (seit dem 1465 mal gelesen)
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Aktuelle Kommentare zu Suche nach Energien der Zukunft

Kommentar Von GoldenEye (02.09.07 15:43):
Darum geht es aber in diesem Artikel gar nicht. Ich möchte keine Lehrstunde in "Energiekunde" geben. Es geht hierbei um die Argumente, weshalb die Versorgungssicherheit gefährdet ist. Da reicht es verschiedene Fakten über einzelne Einergieträger kurz anzureißen. Wer mehr über erneuerbare Energien wissen möchte sollte ein Fachbuch lesen. In diesem Rahmen wäre die Bearbeitung solch eines Themas unpassend (zudem noch viel zu umfangreich).
Kommentar Von Sivar (02.09.07 15:36):
Viel Text, wenig Inhalt. Hätte mir entweder detailliertere Argumente gewünscht, warum fossile Brennstoffe immer inakzeptabler werden, oder aber, welches Potential neuere Formen der Energiegewinnung haben.
:D :) :o :p :( ;) [B] [I] [U] [D] [URL] [EMAIL] [-][+] Neuer Kommentar Kommentar abgeben :

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