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Nervensägen oder Lebensretter?Harsche Kritik von Bürgern an diverse Hilfsorganisationen - berechtigt oder nur Gerüchte?Sonntag - morgens, 04.30h! Nach einer großartigen Feier mit den Kumpels ist man vor ca. 2h daheim angekommen und genießt den erholsamen und wohlverdienten Schlaf - am nächsten Tag muss man schließlich wieder um 6h aus den Federn.
Feuerwehrmänner sind auch nur Menschen Tag für Tag, Nacht für Nacht denken dies bei jedem Einsatz vereinzelte Personen, die auch nicht zurückscheuen, sich an offizieller Stelle zu Wort zu melden und sich über diese Belästigung auszulassen - ohne dabei zu bedenken, dass auch die werten Männer und Frauen der Feuerwehr kurz vorher noch friedlich in ihren Betten lagen und von einem schrillen Pfeifen des Melders unsanft geweckt wurden! Was viele Leute dabei nicht wissen: nur mit diesen Sondersignalen dürfen die BOS - Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (FW, Polizei, Krankenwagen, etc.) - Wegrechte in Anspruch nehmen. Ein Zitat aus dem §38, StVO:
Es ordnet an: Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen!"
Auch, dass das Martinshorn und das Blaulicht oftmals als "Freifahrtschein zum Rasen" tituliert werden, ist faktisch inkorrekt; denn nur die wenigsten wissen, dass der Fahrer des Fahrzeuges sämtliche Schäden bei eventuellen Unfällen selbst zu tragen hat! Alkohol wichtiger als Brandbekämpfung? Doch nicht nur dieses "Problem" gibt es bei Organisationen wie der Feuerwehr. Ein altes Vorurteil ist, die Feuerwehr sei nur ein Saufverein - man könne dort nur den eigenen Durst löschen, sonst nichts!
Feuerwehr legt selbst die Brände? Ein weiteres Gerücht lautet: "Feuerwehrmänner sind Pyromanen und legen für sich selbst die Feuer!" Auch hierzu gibt es Statistiken, die auf keinerlei übermäßigen prozentualen Anteil aus dieser Berufsgruppe schließen lassen. Außerdem wird der Eintritt solcher bereits tätig gewordenen Brandstiftern durch eine soziale und strafrechtliche (--> Führungszeugnis) Mitgliederauswahl so gut wie möglich verhindert! Dieses Gerücht ist also nichts anderes als ein Ammenmärchen und ergibt bei genauerer Betrachtung der Sachlage auch gar keinen Sinn, da ein/e Feuerwehrmann/-frau keinerlei Interesse dafür empfindet, sich mit einem 18kg-Pressluftatmer auf dem Rücken in ein verrauchtes Gebäude zu begeben, um vermisste Personen aufzufinden (vgl. die Nadel im Heuhaufen) und sich dadurch selbst in Lebensgefahr zu bringen - diverse verunglückte Feuerwehrangehörige und die Reaktionen darauf dürften für sich selbst sprechen! In Anbetracht dieser Tatsachen sollte man sich vielleicht wirklich einmal (oder auch mehrmals) Gedanken darüber machen, ob dieser angebliche "Verein aus Trunkenbolden, Brandstiftern und Verkehrsrowdies" wirklich eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt - wie oft getönt wird - oder sie ebensolche Gefahren versuchen, abzuwenden, unter Einsatz maximaler psychischer und physischer Grenzbereiche - und dem Risiko, für andere das eigene Leben zu verlieren! Quelle : Wikipedia über FW-Vorurteile Dazu im Postpla.net : Kein Thema angegeben Geschrieben von MiKe am 03.07.06 17:05 (seit dem 2129 mal gelesen) Ähnliche Artikel zu Nervensägen oder Lebensretter?
Aktuelle Kommentare zu Nervensägen oder Lebensretter?Sehr schön geschrieben, und sehr informativ. die leute die sich über den lärm beschweren sind auch meist die die nix besseres zu tun haben als kleine spielende kinder zu vertreiben. stimmt, in dem artikel müsste die in der klammer genannten taten eigentlich dem §35 untergeordnet sein. ansonsten dürften FW-leute im privat-PKW nicht o.g. gesetzesüberschreitungen auf dem weg ins gerätehaus begehen Der Artikel enthält nen kleinen Fehler... Sonderrechte (zu schnell, über rote Ampeln fahren) kann und darf man bei entsprechender Einsatzmeldung auch ohne Sondersignale in Anspruch nehmen (§35 StVO). Du vermischst im Text Sonder- und Wegerechte. |
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