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Musik entdecken: Last.fm

Mit Last.fm gibt es für Musikbegeisterte ordentlich was auf die Ohren



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Last.fm ist im weitesten Sinne als Musik-Community zu bezeichnen - bietet für den einzelnen aber eine ganze Menge mehr. Entstanden ist das Projekt als Schwesterseite zu Audioscrobbler - einem Dienst, der die Musik die man Lokal auf seinem Rechner hört mitloggt, daraus ein Profil erstellt und, basierend auf den Protokollen tausender User, weitere Bands vorschlägt die ähnlich klingen wie eine, auf der man nach der Webseite suchen kann...

selbst das war schon eine nette Sache, mit Last.fm wurde die Sache aber enorm aufgepimpt. Man meldet sich auf der Webseite an, läd eine Software runter (die für sämtliche Betriebssysteme und deren Mediaplayern zu haben ist) - die Musik die man hört wird dann mitgeloggt und daraus ein persönliches Profil erstellt - und gibt für sich selber und anderen interessierten Usern Auskunft über Favorisierte Bands, Liedern die man am öftesten gehört hat, es wird eine Gesamt-Topliste sowie eine Wochen-Topliste erstellt; kurzum: man kann Posen mit seinem tollem Musikgeschmack.

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Der Player
Auf Basis des eigenen Persönlichen Profils werden "Musikalische Nachbarn" gesucht, die ungefähr gleich ticken im Musikgeschmack. Das bringt soweit eigentlich nichts, außer eben andere Leute kennen lernen zu können, wenn man das denn will. Neu dabei ist, dass auch Konzerte/Events die auf den eigenen Musikgeschmack zutreffen und in der Nähe des Users stattfinden empfohlen werden - und auch die Nachbarn angezeigt werden die daran teilnehmen. So gibt es eher die Chance lokale Gleichgesinnte auszumachen. Neben den Nachbarn die automatisch gesucht werden und oft über den ganzen Globus verstreut sind gibt es auch die Möglichkeit sich selber mit "Freunden" zu verknüpfen - und darüber hinaus auch in ganzen Gruppen zu organisieren und gemeinsam ein musikalisches Gruppenprofil zu erscrobbeln.
(Gruppen: -> Lupuz.de auf Last.fm; -> Postpla.net auf Last.fm)

...soweit zu den eher unnützlichen Spielereien - denn es gibt auch ordentlich was auf die Ohren.

Aus dem erstellten persönlichem Profil wird, analog zu den "Musikalischen Nachbarn", ein Neighbour-Radio angeboten. Das lässt sich sowohl auf der Webseite selber hören als auch über die separate Software, die kürzlich eine komplette Überarbeitung durchgemacht hat (und, für alte Kenner von Last.fm, die Funktionen des alten Payers stark aufgewertet wurden). Das "Neighbour-Radio" gibt schon mal die erste Grundlage auf Basis seines eigenen Musikgeschmacks zahlreiche weitere Musik zu entdecken. Aber zugegeben, mit großer lokaler Sammlung und viel Müll der dann so gehört wird weicht das Neighbour-Radio auch oft von dem persönlichem Geschmack ab und es werden Sachen gespielt die einem so ganz und gar nicht gefallen (bei mir wird zum Beispiel immer viel Punk gespielt, statistisch mit anderen Usern mag das passen, für mich persönlich eher weniger). Macht aber nix - wenn einem ein Lied nicht gefällt kann es auch einfach übersprungen werden und zum nächsten Lied übergegangen werden. Die Reihenfolge dabei ist zufällig, man sieht nicht was als nächstes läuft - und das ist auch ganz gut so. Auch spulen oder das Lied noch mal von vorne beginnen lassen geht nicht - es gibt auch keine Möglichkeit das aktuelle Lied irgendwie mitzuschneiden oder herunter zu laden. Das ist aber eigentlich kein Nachteil und unterstützt den "Musik entdecken" Faktor - zudem ist das ganze in hoher Qualität ohne Werbeunterbrechung hörbar und zu jedem Interpreten/Album werden zusätzliche Hintergrundinfos und ähnlich klingende Bands im Player angezeigt. Derzeit hat Last.fm über 100.000 streambare Musikstücke aus allen Sparten in der Datenbank, und es werden immer mehr.

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Similiar Artists
Die genannten Eigenschaften des Neighbour-Radios treffen allgemein auf das Radio zu, was aber noch mehr kann. Zum Beispiel kann man einen Radio-Tag aufrufen (z.B. "German Metal", "80s" oder "Klassik" ) und bekommt dann nur Musik auf die Ohren die in diese Sparte passen. Noch feiner (und von mir am häufigsten genutzt) ist die Möglichkeit, einen oder mehrere Interpreten anzugeben. Das ganze nennt sich dann "Similiar Artist Custom Station" und serviert passend zu den genannten Bands/Künstlern weitere Leckereien - und zwischendrin gibt es dann auch hin und wieder mal den angegebenen Interpreten selbst zu genießen. Nur wenn ein Interpret allzusehr exotisch ist mag es vorkommen mit einer "Artist not streamable" abgespeisst zu werden... da die Musidatenbank ständig erweitert wird lohnt es sich aber oft nach wenigen Wochen das gleiche nochmal zu probieren.

Das alles ist kostenlos - lässt sich aber als zahlendes Mitglied noch etwas aufwerten. So kann man (auch als normalsterblicher User) während dem hören auf ein Herzchen klicken und damit sagen das man diesen Titel liebt (oder hasst und in Zukunft nicht mehr hören mag) - diese gesammelten Informationen lassen sich aber dann erst als zahlendes Mitglied in einem "Loved Tracks"-Radio nutzen. Zudem kann man mit offenem Portemonnaie auch selber eine Radiostation betreiben (wie das genau abläuft, also ob "nur" auf Musik die in der Last.fm Datenbank vorliegt oder auch auf die komplette lokale Ansammlung zurückgegriffen werden darf ist mir nicht bekannt), bekommt ein blaues Usericon und hebt sich damit von den Normalsterblichen ab. Zudem kann man die Webseite Werbefrei Genießen und bekommt einen sagenumwobenen, nicht weiter erwähnten "Discovery Modus" in seine Software. Eine Mitgliedschaft kostet 2,50€ im Monat - die Vorteile scheinen aber nicht sooo dringend notwendig zu sein. Hauptsächlich finanziert sich Last.fm durch Verkauf der gewonnenen Statistiken und Toplisten an Plattenlabels.

Alles in allem bietet Last.fm für Musikbegeisterte die ständig online sind einiges, um den eigenen Horizont zu erweitern, Gleichgesinnte kennen zu lernen und einfach Musik zu genießen. Ja, wenn einmal ein ordentliches Profil erstellt wurde ersetzt Last.fm sogar oft eine lokale Musiksammlung.


Für Leute die nicht ständig online sind, aber trotzdem eine große lokale Musiksammlung ihr eigen nennen, kann als kleiner Trost die Software von Musikmagic (Artikel auf Lupuz) ähnliche Resultate und passende Musik finden, wenn man selber schon den Überblick verloren hat.

und fehlen darf es natürlich auch nicht, mein Profil auf Last.fm :)
--> http://www.lastfm.de/user/Anarchnophobi...

Quelle :  Last.fm
Dazu im Postpla.net :  Kein Thema angegeben
Geschrieben von Anarchnophobia am 13.12.06 17:05 (seit dem 1950 mal gelesen)
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Aktuelle Kommentare zu Musik entdecken: Last.fm

Kommentar Von Anarchnophobia (14.12.06 10:46):
versteh ich nicht... fühlst du dich angegriffen davon, poser? :)
Kommentar Von xy2er (14.12.06 10:43):
oh man der Satz "kurzum: man kann Posen mit seinem tollem Musikgeschmack." hätte ja nun wirklich nicht sein müssen :p
Kommentar Von Jason (13.12.06 20:54):
der Kommentar war von mir... war wohl nicht eingeloggt *schäm*


edit Administration: nicht eingeloggt zu sein ist tatsächlich eine Schande. Such dir eine Ecke aus!

edit Jason: *schäm*
:D :) :o :p :( ;) [B] [I] [U] [D] [URL] [EMAIL] [-][+] Neuer Kommentar Kommentar abgeben :

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