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Live Alone And Like It

Der Fluch des weiblichen Singledaseins



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Alleinstehende Frauen hat es schon immer gegeben. Doch nicht immer waren sie von der Gesellschaft so akzeptiert, wie es heute der Fall ist, bzw. der Fall sein sollte. Dies wird schon ersichtlich, wenn man die Liste der Singleratgeber des letzten Jahrhunderts durchblättert. Diese geht von Afternoon of Unmarried Life (Verfasserin unbekannt, 1959) über Sex and the Single Girl (Helen Gurley Brown, 1962) bis Three Black Skirts; All you Need to Survive (Anna Johnson, 2000).
Diese Ratgeber haben eines gemeinsam: sie dienen dazu, der alleinstehenden Frau zu helfen, aus der misslichen Lage des Singlelebens zu entkommen. Was so viel heisst wie, ein Mann muss her.
Hier stellt sich die Frage: Braucht eine Frau einen Mann, um glücklich zu sein?

Im Jahr 1936 erschien ein Ratgeber für alleinstehende Frauen, der in eine andere Richtung führt: Live Alone And Like It, Benimmregeln für die vergnügte Singlefrau von Marjorie Hillis, Redakteurin der Amerikanischen Vogue. Zwar waren die Frauen zu der Zeit "Haus und Heim" längst entschlüpft und in die Arbeitswelt eingetreten, trotzdem war dieser Ratgeber, der alles thematisiert ausser der Suche nach einem festen Partner, eine Revolution. Bis dahin hatten Singlefrauen als langweilige, graue Jungfern gegolten. Das Buch wurde verständlicherweise zum Bestseller.
Viele Frauen begannen nun bewusst als Singles zu leben und das beste daraus zu machen. Eine neue "Single-Kultur" war entstanden.

Unverständlicherweise blieb trotzdem der potentielle Ehemann bis heute das Thema Nr.1 vieler alleinstehender Frauen. Fraglich ist, woher dieser Drang nach der Ehe kommt. Ist es der Wunsch nach einer Familie, nach Kindern? Ist es die Angst vor Alleinsein, in jeder Altersstufe?
Es ist bemerkenswert, dass bei Männern der Wunsch nach einem Ehepartner wesentlich seltener ist, als bei Frauen.
Rückblickend auf die Rolle der Frau in der Geschichte ist dies einfach zu begründen: der Mann war in den vergangenen Jahrtausenden und teilweise auch heute noch der starke Einzelkämpfer, der sich alleine in der Natur durchschlagen musste um sein Überleben zu sichern. Die Frau hingegen hatte die Rolle der sorgenden Mutter und Beschützerin der Familie inne. Sie hatte enge Beziehungen zur Gemeinschaft und war eigentlich nie allein oder auf sich selber gestellt.

Der Schluss liegt also nahe, dass die Singlefrau mitlerweile zwar von der Gesellschaft akzeptiert wird, ihr Bedürfnis nach Liebe, Schutz und Gemeinschaft macht ihr jedoch das Alleinsein schwer. Vermutlich versuchen Frauen auf diese Weise unbewusst das Überleben der Menschheit zu sichern - andererseits kann dieser "Schutzmechanismus" auch als Barriere zwischen der Frau und ihrer Karriere angesehen werden.
Ob diese Umstände nun positiv oder negativ gewertet werden, spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig ist einzig, dass die Frauen diesen Konflikt umgehen können, indem sie einerseits ihre evolutionäre Aufgabe erfüllen und den Fortbestand der Menschheit garantieren, andererseits auch ihren eigenen Interessen folgen. Eine Aufgabe, die nicht einfach ist.


Dazu im Postpla.net :  Kein Thema angegeben
Geschrieben von fantamaus am 17.06.06 00:12 (seit dem 1311 mal gelesen)
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Aktuelle Kommentare zu Live Alone And Like It

Kommentar Von Gutschy (14.12.06 14:19):
Das ist der Hacken, global gesehen ist die reine Karrierefrau eine Sackgasse und leider gibt es zuwenig Geld für Kinder in dieser Ungerechten Welt
:D :) :o :p :( ;) [B] [I] [U] [D] [URL] [EMAIL] [-][+] Neuer Kommentar Kommentar abgeben :

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