Postpla.net: Community-Forum

Zeitrausch & Welt  ->  Wissenschaft, Forschung und Entwicklung

Insgesamt 47 Einträge mit 138227 Zugriffen seit 26.06.2005

Irrlichter am Himmel

Wetterphänomene in der Atmosphäre als Elfen und Kobolde über Gewittern



Click for Big
NASA, Red Stripes
Piloten hatten diese Phänomene schon beobachtet, doch sie hielten sich mit ihren Aussagen zurück, aus der Furcht heraus, man könne sie für verrückt erklären.
Es waren gewaltig große Lichterscheinungen die da in großer Höhe am Himmel spukten. Man beschrieb sie als feurige Säulen die steil in den Weltraum rasten oder als ringförmige Blitze von monumentalem Ausmaß.
Vom Boden aus ist das Leuchten nur nachts zu sehen, oft versperren die Unwetter selbst den Blick. Auch die Lichter der Stadt verhindern die Beobachtungen der Phänomene. Daher gaben Wissenschaftler Augenzeugenberichten lange Zeit keinerlei Bedeutung, zumal die Aussagen ziemlich unterschiedlich waren. Einige beschrieben einen roten Fleck, während andere Atompilze sahen. Es gab auch noch andere diffuse Beschreibungen.

NASA-Wissenschaftler wiesen 1989 erstmals diese Irrlichter nach

Sie entdeckten sie auf Aufnahmen die von der Raumfähre Atlantis stammten. Sie erschienen tatsächlich in allen Möglichen Formen. Ihrer geheimnisvollen Erscheinung wegen werden sie Kobolde, Elfen, Blue Jets und Sprites, nach den Kobolden von Shakespeares The Temptest, benannt.
Sie entstehen bei Gewittern oder Stürmen in 50 bis 100 Kilometern Höhe. Die Ursache ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Die Erforschung der speziellen Elektrometeore erweißt sich als schwierig. Sie sind nur zehn bis hundert Millisekunden sichtbar. Herkömmliche Videokameras zeigen meist nur ein Bild. Mit Hochgeschwindigkeitskameras wurden bessere Ergebnisse erzielt. Gute Ausgangspositionen sind hohe Berge. Jedoch erwies sich die Forschungsarbeit als endloses Warten auf die Stripe, wie auch die Befürchtung eine davon verpassen zu können.

Mit Sicherheit wurde herausgefunden

Dass es einen Zusammenhang zwischen den Sprites und besonders starken, positiven Blitzen gibt. Diese gleichen den Ladungsunterschied zwischen dem positiv geladenen oberen Teil einer Gewitterwolke und dem negativ geladenen Erdboden aus. Sie setzen vermutlich Elektronen über den Wolken in Bewegung, die in der Mesosphäre auf Stickstoff stoßen und Gas zum Leuchten bringen. Im Zentrum des Rätselratens über die Sprites steht nicht weniger als die alte Frage, warum es überhaupt Blitze gibt. Die konventionelle Theorie besagt: In einer Gewitterwolke kollidieren Regentropfen, Hagelkörner und Eispartikel und laden sich auf. Dabei werden die leichteren, positiv geladenen Eispartikel in die Höhe gehoben, die negativ geladenen, schweren Hagelkörner oder Regentropfen bleiben zurück. Es kommt zu einer Ladungstrennung innerhalb der Wolke.

Taiwanesischen Forschern ist die Beobachtung von gigantischen Jets gelungen die mit keinem normalen Blitz aufgetreten sind, aber mit starker langwelliger Radiostrahlung verbunden ist. Diese Beobachtung lässt die Schlussfolgerung zu, dass die Entstehung von Irrlichtern mit der ständigen elektrischen Spannung von mehreren 100.000 Volt in der elektrisch leitenden Ionosphäre zu tun hat.

Heike Schulz alias Nimbus


Dazu im Postpla.net :  Kein Thema angegeben
Geschrieben von Nimbus am 16.06.09 16:04 (seit dem 3307 mal gelesen)
80% /  Lupuz Rank 8  Mit insg. 2 Bewertungen erreichte dieser Artikel 80 Prozent.
Bewerte mit (nur für Benutzer) :

Ähnliche Artikel zu Irrlichter am Himmel

Aktuelle Kommentare zu Irrlichter am Himmel

:D :) :o :p :( ;) [B] [I] [U] [D] [URL] [EMAIL] [-][+] Neuer Kommentar Kommentar abgeben :

Artikel Autor


dabei seit 15.06.09
8 PP Beiträge
3 Lupuz Artikel

Weiblich Deutschland Neuwied