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Iran plant Euro-Öl-Börse

Gefahr für Dollar: Iran plant eigene Öl-Börse in Euro ab März 2006



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Iran Krise - der Dollar ist Schuld?
Die derzeitige Iran-Krise resultiert aus der für die im März 2006 geplanten iranischen Öl-Börse. Das zumindest vermutet der Wirtschaftsexperte Krassimir Petrov. Wenn der Plan wirklich umgesetzt wird, eine eigene auf Euro basierende Ölbörse zu eröffnen, wäre das ein herber Rückschlag für den Dollar als Weltweites Zahlungsmittel Nr. 1. Dass der Dollar auch im Ölgeschäft die dominierende Währung ist wollen die ölstarken arabischen Staaten aus verständlichen Gründen nicht mehr länger so stehen lassen. Mit der eigenen Börse kann dann Öl gegen Euros gehandelt - und damit der US-Dollar umgangen werden. Auch Saddam Hussein habe vor seiner Entmachtung kundgetan, das Dollar-Monopol zu kündigen.

Man sollte es auch als nicht so lächerlich abtun: der Dollar wäre durch diese Maßname wirklich gefährdet.

Wie kommt der Dollar in das Öl
Im 20. Jahrhundert hatte die USA die Gelegenheit ihre gedruckten Dollars gegen Wahre ins Ausland fliessen zu lassen statt wie früher mit den einzig immernoch "festen" Werten wie Gold und Silber zu bezahlen. Das alles geschieht mit der Absicht, den US-Dollar durch Inflationierung abzuwerten und damit jeden Dollar später mit weniger Gütern zurückzuzahlen – die Differenz entspricht der US-amerikanischen imperialen Steuer, die der Welt einfach auferlegt wurde.

1972/73 wurde für diese Politik mit dem Rohölhandel der Grundstein gelegt, als Saudi-Arabien im Gegenzug zur amerikanischen Unterstützung dem Rohöl-gegen-Dollar-Handel zustimmte. Die übrigen OPEC-Staaten übernahmen diese Vereinbarung. Nicht nur die USA ist vom (arabischem) Öl abhängig - also blieb den anderen Nationen nichts übrig als ebenfalls in Dollar einzukaufen. Falls aber aus irgendwelchen Gründen der Dollar nicht mehr alleiniges Zahlungsmittel für Öl gelte, würde dies unweigerlich das „amerikanische Imperium“ sehr gefährden, so Petrov. Die Europäer müssten keine weiteren Dollars mehr kaufen und halten, der Euro würde aus dem Schatten seiner "Reservewährung" treten - und das dürfte die USA wohl nicht sonderlich freuen.

Der Teuro-Euro für den Rest der Welt
Aber nicht nur die Europaer dürften sich freuen. Auch die Chinesen und Japaner sind interessiert daran ihre Dollarreserven verringern zu können. Krassimir Petrov glaubt, dass die iranische Ölbörse, sollte sie jemals in Aktion treten, von den Weltwirtschaftsmächten rasch angenommen und so den Untergang des Dollars herbeiführen würde, ganz egal welche Anstrengungen die USA dagegen betreiben wird. Weiter schreibt Petrov, dass nach einer "Hyperinflation" des Dollars sich wieder Gold als Standardwährung durchsetzen wird.

Krassimir Petrov promovierte an der Ohio State University in Volkswirtschaftslehre. Er unterrichtet z. Zeit an der “American University” in Bulgarien.

[HR]Persönliche Meinung:
ich weiss nicht ob ich mich darüber freuen soll oder nicht. Zum einem begrüsse ich den Wandel, der Welt nicht länger den Dollar aufzuzwingen. Schlecht wäre es, wenn nur das eigentliche Ziel der ist, der USA zu schaden. Und es bedarf keiner sonderlichen Gehirnwindungen um das zu erkennen. Skuril ist die Möglichkeit ja schon, der USA massiv zu schaden zu können, und das ganz ohne Gewalt und ohne mögliche Gegenwehr. Zum anderem bin ich selber finanziell vom Dollar abhängig und würde einen starken Dollar auch ab März diesen Jahres natürlich begrüssen... aber wie so oft bleibt man ein Spielball im Interesse der Mächtigen.

Quelle :  choices.li
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Geschrieben von Anarchnophobia am 05.02.06 04:04 (seit dem 2672 mal gelesen)
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