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Interstate 60

Interstate 60 - Gewusst? Der Sinn des Lebens liegt auf der Straße...



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Es ist unübersehbar, der Computer und seine technischen Errungenschaften mit Nullen und Einsen überzieht das Medium Film. Ein Vorteil für das eine oder andere Genre und sogar für die kleinen Produktionen am Rande. Denn es gibt die Sorte Menschen, geplagt von all den künstlichen Bildern, die noch das „echte“ an Filmen lieben und daher besonders Wert auf ein anständiges Drehbuch legen. Spezialeffekte hin oder her, nicht jeden lenken sie von zähen und einfallslosen Geschichten ab. Da ich mich zu der Art „anspruchsvoller Zuschauer“ zähle, führt mich meine Reise oft durch die Welt der „Low Budget“ Streifen. Hier stehen die Grundpfeiler eines guten Filmes im Vordergrund: das Skript. Was bleibt nämlich einer Crew sonst anderes übrig, wenn in der Kasse Ebbe herrscht, als mit einem packenden Drehbuch das Publikum zu überzeugen und Kritik wegen mangelnder Ausstattung im Keim zu ersticken.

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“Interstate 60“ ist ein Musterbeispiel für meine obige These. Von aufwendigen Sets und spektakulären Actionsequenzen fehlt jede Spur, mal von einem explodierenden Auto abgesehen, und dennoch weiß Autor & Regisseur Bob Gale satte zwei Stunden zu unterhalten.
Das Geheimnis ist der Mix aus witzigen Monologen und brauchbaren Weisheiten, gepackt in einer Abfolge von mehreren aneinander gereihten Episoden, dessen Geschichten mich sehr an „Twilight Zone“ oder „Geschichten aus der Gruft“ erinnerten. Gale saß für letzte Kultserie sogar mal auf dem Regiestuhl und spendierte weiterhin eine Folge auf Papier. Man kann sich also denken von welcher Muße er sich küssen ließ. Banal betrachtet erzählt „Interstate 60“ den Übergang zwischen Kind & Erwachsen sein und die Suche nach dem richtigen Weg dahin. Doch stattdessen eine simple Komödie oder gar ein Drama hierfür entwickelte wurde, wird Minute für Minute eine Art „Wunderland“ um einem geschaffen, in dem es niemanden überraschen würde, wenn plötzlich Alice am Straßenrand stünde.
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Zu ausgefallen sind einfach die Figuren, auf die Neal Oliver (James Marsden) während seines ungewöhnlichen Jobs trifft. Speziell Gestalten wie Ray, gespielt von Christopher Lloyd („Zurück in die Zukunft I-III“), und O.W. Grant, verkörpert von Gary Oldman („Batman Begins“), tragen dazu größenteils bei.

Die Auftritte von angesehen Schauspielern setzen dem ganzen die Kronen auf. Ein netter Einstieg, wenn Michael J. Fox als Geschäftsmann einen Ausraster verfällt oder Kurt „Snake“ Russell eine ganze Stadt durch die Droge „Eurphoria“ – gleichzusetzen mit XTC – unter Kontrolle hält.

5/5


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Geschrieben von Filmazoid am 27.11.08 12:12 (seit dem 1286 mal gelesen)
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