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Geschichtsforschung zuhause

Goldenes Zeitalter für Historiker: Viele Quellen online verfügbar!



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compactmemory.de
Ältere Literatur ist selbst in Spezialbibliotheken oft nicht vorhanden, sodass umfangreiche Recherche meist Historikern oder anderen Wissenschaftlern möglich ist, nicht aber dem interessierten Laien. Doch mit dem Internet begann sich auch das zu ändern. Haben sich zunächst viele Websites auf die Ahnenforschung spezialisiert, die wichtige Anhaltspunkte gaben, aber Forschungsreisen auf eigene Faust waren weiterhin unabdinglich.

Doch in letzter Zeit haben sich immer mehr Seiten einer umfangreichen Online-Quellenedition verschrieben, das auch einem Hobbyhistoriker die Möglichkeit gibt, Quellenforschung zu betreiben oder zumindest ein wenig in eine vergangene Zeit einzutauchen.

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compactmemory.de
Für Judaisten und auf Deutschland jüngerer Zeit spezialisierte Historiker (oder aber deren Hobby-Entsprechungen) ist in dieser Hinsicht die Seite Compactmemory.de eine wahre, schier unerschöpfliche Fundgrube. Sie stellt über 80 jüdische Zeitschriften des 18., 19. und 20. Jahrhunderts in einer Faksimile-Ausgabe zur Verfügung, d.h. man kann in den Zeitschriften genauso blättern, wie sie damals zum Druck gesetzt wurden, was noch dazu einen Einblick in die Geschichte der Zeitschriften im Allgemeinen gibt. Im Moment sind nur wenige Zeitschriften für eine Volltextsuche verfügbar, was sich aber bald ändern wird, dann steht ein gigantisches Textcorpus zur Verfügung.

Compactmemory.de ist natürlich nicht die einzige Seite, die online Quellen zur Verfügung stellt. Eine andere Seite ist Documentarchiv.de, wo derzeit 1085 meist staatsrechtliche Dokumente vom 19. Jahrhundert bis in die Zeit der Bundesrepublik verfügbar sind, zwar nicht im Faksimile, doch dafür leicht zu handhaben. Auch sind wichtige internationale Dokumente zu finden, wie z.B. die berühmten Verträge von Rapallo und Locarno nach dem Ersten Weltkrieg. Leider ist die Seite nicht sehr gut strukturiert, die vielen Texte sind einfach in sieben Bereiche geordnet (19. Jahrhundert, Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Zeit, BRD, DDR, International) und in diesen wurde einfach alles chronologisch geordnet. So ist es schwer, schnell ein interessantes Dokument, neben den vielen vermeintlich unwichtigen, zu finden. Auch dadurch, dass sich die Seite keinem Spezialgebiet verschrieben hat, scheint sie wie ein Sammelsurium.

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Uni-ulm.de
Keine geschichtliche Quelle im eigentlichen Sinne bildet das Meyers Konversationslexikon von 1888, einer vielbändigen Enzyklopädie, die ebenfalls nicht im Faksimile, aber wieder seitenweise und mit verfügbarer Volltextsuche das Wissen des ausgehenden 19. Jahrhunderts präsentiert.

Da immer mehr solche Projekte am Laufen und im Entstehen sind, hat die Unesco ein Portal eingerichtet, in dem viele solcher Online-Quelleneditionen gelistet sind und die dem (Hobby-) Historiker bei seiner Arbeit behilflich sind. So findet man dort z.B. auch einen Link zu einer Ausgabe von Urkunden der niederösterreichischen Stife und Klöster und andere interessante Seiten. Es gibt also viel zu entdecken.


Quellen:
* Compactmemory.de - Deutsch-jüdische Literaturgeschichte im Web

* DocumentArchiv.de

* Meyers Konversationslexikon

* Unesco Archives Portal

Quelle :  s.o.
Dazu im Postpla.net :  Kein Thema angegeben
Geschrieben von Morris am 26.09.05 16:04 (seit dem 1997 mal gelesen)
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