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Druckertest: Brother MFC-215C

Drucker mit Kopier-, Scan-, und Faxfunktion: der Brother MFC-215C



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...durch meinen Job in einem Tintenladen bekommt man im Laufe der Zeit ein Gespür dafür welche Geräte etwas taugen - und welche eben nicht. Mein alter Drucker, ein Epson Stylus CX 3650 gehört eher zu der letzteren Gruppe, gab nach einem knappen Jahr den Geist auf und ein neues Gerät musste her. Auf die Eigenschaften des Epson-Gerätes mit Scannen und Kopieren wollte ich nicht verzichten - sondern konnte das sogar mit dem Entschluss mir ein Gerät von Brother zuzulegen weiter um eine Fax-Funktion bereichern...

Ausschlaggebend für den Kauf waren Faktoren wie Patronengrösse, Zuverlässigkeit und natürlich auch der Druckqualität. Der Preis sollte sich bei 100-150 Euro bewegen - für dieses Geld bekommt man ordentliche Geräte

Druckqualität
Gewöhnt war ich bislang die Qualität von Epsons DuraBrite Tinte, die mich anfangs überzeugt hat, oft die Bilder auch ein bischen zu hell oder etwas lila-stichig erschienen liesen. Mit den ersten Ausdrucken mit dem Brother MFC-215C traute ich meinen Augen nicht, die Farben sind sehr sehr klar und das Druckbild super, da gibt es nichts zu meckern. Scheinbar hat das Gerät aber ein Problem damit flachendeckend eine Farbe sauber zu drucken, zumindest bei einem Normaldruck mit viel Schwarz kommt es bei meinem Gerät vor dass das Ende der Seite blassere Linien zieht.

Die vom Treiber vorgegebenen Druckoptionen sind ausreichend und kommen ohne allzugroßen Spielreien aus. Es kann randlos gedruckt, oder der Ausdruck einer Seite auf mehrere Seiten ausgedehnt werden, die Qualität lässt sich ebenso wie die Papiersorte einstellen.

Probleme gab es auch bei zu dicken Fotopapier (120g). Hier kommt mein Gerät ins stottern, zieht darunterliegende Blätter mit ein und versaut das Bild. Abhilfe schaffte hier nur der Wechsel auf etwas dünneres Papier.

Zuverlässigkeit
Hauptproblem bei Druckern allgemein ist das eintrocknen der Patronen, bzw des Druckkopfes selber. Danach helfen auch keine Reinigungsfunktionen mehr wirklich und für einen privaten haushalt wird es ohne fremde Hilfe nahezu unmöglich den Druckkopf wieder frei zu bekommen - was bei teuren Patronen mit integrierten Druckköpfen und bei Geräten mit seperaten, aber noch viel teureren Druckköpfen ein kostspieliges Vergnügen werden kann.

Bei den Geräten von Brother kann das nicht passieren: Der Drucker muss lediglich immer am Netz hängen und reinigt sich dann von Zeit zu Zeit selbst, so dass der Druckkopf nicht eintrocknet und man auch längere Zeit abwesend sein kann um dann bei einem anstehenden Druck auch ohne vorangehende grosse Reinigungsaktionen ein super Drukbild erwarten kann.

Die automatische Intervall-Reinigung verbraucht dabei nur sehr sehr wenig Tinte, die bei den üppig befüllten Patronen nicht weiter ins Gewicht fallen.

Die Patronen
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Alle (aktuellen) Geräte von Brother benutzen den gleichen Patronentyp: die LC-900. Bestehend aus Gelb, Rot (Magenta) und Blau mit je 12ml und einer, etwas grösseren schwarzen Patrone mit guten 20ml befüllt. Die enorme Füllmenge hebt das Gerät schonmal von allen anderen Geräten ab, die im Schnitt gerade mal mit 3-7ml daherkommen. Laut Herstellerangaben sind damit ca. 500 Seiten in schwarz/weiss und der Druck von ca. 400 Seiten in Farbe möglich

Toll an den Patronen bzw dem Drucker ist, dass die Patronen keinen Chip besitzen und der Füllstand, entgegen anderen Herstellern, nicht einfach "herabgezählt" wird, sondern wirklich gemessen wird. Demzufolge sind Patronen auch gut (selber) nachfüllbar und verhalten sich, einmal nachgefüllt, genau wie eine Originalpatrone auch.

(An dieser Stelle sollte man aber darauf hinweisen das es enorm wichtig ist die richtige Tinte (= keine universal-QVC-Tinte oder so ein Quatsch) zu verwenden ist da sonst der Drucker beschädigt wird. Auch zu erwähnen ist, das genau durch dieses Problem auch mit dem Nachfüllen einer Patrone auch jede Garantie für das Gerät erlischt)

Funktionsumfang
Ausgestattet ist das Multifunktionsgerät mit Funktionen zum Scannen, Kopieren und Faxen - das alles auf sehr gutem Niveau. Faxe können, neben der Möglichkeit diese von der Scaneinheit aus zu versenden, auch direkt vom PC aus verschickt werden. Der Drucker Installiert dazu einen zusätzlichen "PC-Fax" Treiber, und alles was gedruckt werden kann kann dann auch direkt als Fax rausgeschickt werden. Auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist werden Faxe natürlich entgegen genommen.

Weiter besitzt das Gerät einen CF-Kartenslot: Bilder auf einer Compact-Flash (oder einer anderen) Karte gespeichert sind können direkt über das Gerät ausgedruckt werden oder die Karte wie bei einem normalen Kartenlesegerät via PC verwaltet werden. Mit der Scan-Funktion lassen sich Bilder auch direkt auf die Photokarte scannen und speichern

Technische Details
Kopiergeschwindigkeit s/w: 17 ppm
Kopiergeschwindigkeit farbig: 11 ppm
Kopierauflösung farbig: 1200 x 600 dpi
KopierZoom: 25 - 400 %

Druckgeschwindigkeit s/w: 20 ppm
Druckgeschwindigkeit farbig: 15 ppm
Druckauflösung farbig: 6000 x 1200 dpi

FAX-Seitenspeicher: 170 Seiten
Modemgeschwindigkeit: 14400 bps
Kurzwahlspeicher: 20 digits

Scanauflösung optisch: 2400 x 600 dpi
Scanauflösung interpoliert: 19200 x 19200 dpi
Farbtiefe: 36 Bit

Papierformat: A4; A5; Executive; DL; Com 10; C5; Letter; Legal
Papierzufuhr: Papierzuführung für 100 Blatt

Schnittstellen:
USB, USB 2.0
Interner Speicher: 8 MB
Externer Speicher: CompactFlash Karte Typ I; Memory Stick; Memory Stick PRO; Secure Digital Karte; xD-Picture Karte; xD-Picture Karte Typ M; MultiMedia Karte; Smart Media Karte

Leistungsaufnahme Betrieb: 16 W
Leistungsaufnahme Stand-By: 7 W
Abmessungen (BxHxT): 373 x 135 x 345 mm
Gewicht: 5.5 kg
Herstellergarantie: 36 Monate
Besonderheiten: Randloser Druck auf A4 Format; Randloser Druck auf A6 Format; Randlosdruck auf Postkarten-Format; Randlosdruck auf Fotokarten-Format


Fazit
für einen Preis von +-120 Euro bekommt man ein formschönes Gerät das der Konkurrenz in Leistung und Zuverlässigkeit meilenweit vorraus ist und solide für einen Allround-Betrieb geeignet ist. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert, lediglich Leute die viel mit Digital-Fotographie arbeiten und auch CDs bedrucken wollen könnten auch mit Geräten von Canon liebäugeln, dann sollte aber auf einen reinen Drucker (ohne Scan- und Kopierfunktion) zurückgegriffen werden



Dazu im Postpla.net :  Kein Thema angegeben
Geschrieben von Anarchnophobia am 08.01.07 16:04 (seit dem 7885 mal gelesen)
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Aktuelle Kommentare zu Druckertest: Brother MFC-215C

Kommentar Von Der Scharlatan (08.01.07 19:16):
Find ich spitze...hätte ich früher lesen sollen, dann hätte das "sich vor dem druckerkauf"-informieren nicht so lange gedauert...
Naja, jetzt hab ich 'nen guten Canon bei mir rumstehen...
:D :) :o :p :( ;) [B] [I] [U] [D] [URL] [EMAIL] [-][+] Neuer Kommentar Kommentar abgeben :

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