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Dresden Dolls - Yes, Virginia

Albenvorstellung und Band: Dresden Dolls - Yes, Virginia



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Dresden Dolls
Leicht lässt sich die Musik von den Dresden Dolls nicht beschreiben - sie geht einen gänzlich anderen Weg als die Musik, die einem sonst zu Ohren kommt. Dresden Dolls, das sind Amanda Palmer (Klavier, Gesang) und Brian Viglione (Schlagzeug, Percussion). Dresden Dolls, das ist ein schön schaurig klingender europaischer Name einer kleinen Band aus der Nähe von Boston, die erst 2002 gegründet wurde und sich seit dem schnell vom Hintergrundtipp zum alternativen Szenefüller gespielt hat.

Großgeworden ist das exotische Duo im Nordosten der USA, im Großraum Bosten. Die europaischen Wurzeln sind deutschlich zu spüren in der Gegend, die beiden gehen auf die selbe Schule und basteln, jeder für sich, an der grossen muikalischen Karriere. Palmer treibt ihre Eltern in den Wahnsinn und hämmert wie eine verrückte auf dem heimischen Flügel rum - und Viglione ist bei der Bearbeitung seines Schlagzeuges auch nicht zimperlich, jedoch mit Unterstützung des Vaters im Nacken.

Während Schlagzeuger Viglione eher 80-Jahre-rockmäßig zu Kiss und Aerosmith unterwegs war verarbeitet die etwas durchgeknallt wirkende und karrierte Strumpfhosentragende Palmer zu den Klängen von Depeche Mode, The Cure oder Current 93 die dunklen Seiten des spätpubertären Zweifelns. Dann geht sie für ein Jahr nach Deutschland, um in Regensburg ein College zu besuchen. Ihre Hauptaktivität in dieser Zeit gibt sie selber mit "drinking" an.

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Amanda und Brian
Auf einer Party bei einem Bekannten treffen sich die beiden 2002 wieder. Palmer gibt einige ihre selbstkomponierten Songs zum Besten, die Viglione direkt ins Herz treffen und sie beschließen fortan gemeinsam Musik zu machen.

Ja, die Band besteht tatsächlich nur aus zwei Mitgliedern - und wer sich fragt was man mit Klavier und Schlagzeug schon "tolles" machen kann, der kann sich mit den beiden bisher veröffentlichten Alben "The Dresden Dolls" und "Yes, Virginia" davon überzeugen, das die Musik reichlich "voll" klingt. Die Musik klingt nach einer Mischung aus Kaberett und Rock, findet von ruhig und sinnlich einen schnellen oder fliessenden übergang zu härter angespielten Tönen, klingt von putzig, fröhlich über freakig bis zu sentimental und schafft beim zuhören eine Athmosphäre, die viel freien Raum zum eigenem sinnieren bietet. Kurzum, sie schafft einfach gute Laune :)

Wie schon gesagt, in eine richtige Schublade lässt sich die Musik nicht einordnen. Ein bischen Lene Lovich, eine Prise The Cure, gewürtzt mit eigener unkonventionalität - selber bezeichnen sie ihre Musik als "Brechtian Punk Cabaret".

Das 2006 veröffentlichte, zweite Album "Yes, Virginia" baut auf eine Geschichte eines 8jährigen Mädchens auf, das einen Brief an an die New York Sun schrieb.
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Virginia O'Hanlon fragte in dem Brief ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt. Die Zeitung antwortete und log das blaue vom Himmel, um die Illusion des kleinen Mädchens nicht zu zerstören. Dresden Dolls spinnen diese schöne Illusion in Ihrem Lied "Mrs. O" fröhlich weiter "There's no hell and no hiroshima, chernobyl was a cover up, the world is really all in love ... there's no hitler and no holocaust, no winter and no santa clause and yes virginia all because the truth cant save you now."

Ansonsten geht es in dem Album, schön künstlerich verpackt das man es musikalisch kaum vermuten würde über erste Orgasmen am Morgen, masturbierenden Jungs, die Jungfreulichkeit und wie der Sex verändert, Abtreibung und Alkoholkranke Freunde.

Nur schwer findet man beim hören zurück in die Realität, dann lässt einen die wunderschöne Ballade "Delilah" wieder gedanklich davon schweben. Kein einziger Song erweist sich als Durchhänger. Jeder besticht durch seine Einzigartigkeit.

Für mich persönlich eine der Top-Bands (wenn man sie denn so nennen kann) der letzten Jahre, beide Alben sind sehr hörenswert und laufen bei mir immer wieder in Endlosschleife durch. Sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig weil ungewohnt zum Anfang, nach 2,3x durchhörender Eingewöhnungszeit mag man sie nicht mehr missen. Unbedingt mal reinhören!



Tracklist "Yes Virginia":
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Yes, Virginia

1. Sex Changes
2. Backstabber
3. Modern Moonlight
4. My Alcoholic Friends
5. Delilah
6. Dirty Business
7. First Orgasm
8. Mrs. O
9. Shores of California
10. Necessary Evil
11. Mandy Goes to Med School
12. Me and the Minibar
13. Sing


Dazu im Postpla.net :  Kein Thema angegeben
Geschrieben von Anarchnophobia am 27.11.06 18:06 (seit dem 1610 mal gelesen)
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Aktuelle Kommentare zu Dresden Dolls - Yes, Virginia

Kommentar Von Jason (29.11.06 21:21):
Der Bericht hat mich neugierig gemacht. Kannte die bis jetzt noch gar nicht. Hab gerade mal auf deren MySpace Seite in die Songs gehört und klingen sehr sehr interessant. Danke :)
:D :) :o :p :( ;) [B] [I] [U] [D] [URL] [EMAIL] [-][+] Neuer Kommentar Kommentar abgeben :

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