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Die Nomen -Trucker

Terry Pratcherr: Trucker –Teil 1 der Nomen Trilogie



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Die Nomen sind Wichte, sie sind ca. 10cm groß und leben auf unserer Welt. Wir sehen sie nicht, weil wir sie nicht sehen wollen, außerdem bewegen sie sich so schnell, dass wir sie nur als Schemen wahrnehmen. Wenn man die Nomen betrachtet muss man sich klarmachen, dass kleinere Lebensformen „schneller Leben“. Ein Mammutbaum der 3000Jahren alt wird, ist –laut Terry Pratchett- langsam im Denken, Jahre sind für ihn wie Stunden für uns Menschen. Für eine Eintagsfliege dagegen lebt viel schneller. Wahrscheinlich klagt sie schon in den frühen Abendstunden über das Alter, und dass die Jugend aus dieser Stunde keinen Respekt hat. Für Nomen wirkt eine einzige Nacht, wie drei ganze Tage. Nomen sprechen unsere Sprache, jedoch ist keine Kommunikation möglich, da wir für ihr empfinden so langsam reden, das sie keine Worte heraushören, und sie so schnell, dass wir sie nicht wahrnehmen.

Masklin und Grimma, die beiden Nomen wohnen mit einer kleinen Gemeinschaft von alten Wichten an einer Autobahnraststätte. Das Leben ist hart, der Tod kann in vielen Gestalten lauern, sei es eine Katze, ein Fuchs, eine Eule, ein Rad…oder einfach der ständige Hunger. Früher lebten noch viele Nomen an der Raststätte, doch nun ist Masklin der einzige junge Nom der auf die Jagd gehen kann. Grimma, die junge Nomin, bleibt zuhause in der kleinen Höhle und versorgt die Alten, doch die meiste Arbeit bleibt an Masklin hängen. Und eine „Danke“ bekommt er nie zu hören, nur das die „Jugend“ so anders sei. Die Nomen besitzen das „Ding“, einen schwarzen Würfel, der von Gereration zu Generation weitergegeben wird, doch keiner weiß was er eigentlich soll. Das Ding soll die Nomen führen. Doch es schweigt immerzu. Masklin will nicht sein ganzes Leben lang für die Alten Nomen schuften und organisiert eine Flucht. Sie steigen in einen Laster ein, der sie direkt in das Kaufhaus bringt.

Doch im Kaufhaus erwartet sie eine Überraschung. Masklin und seine Gruppe, die es nie für Möglich gehalten hätten das es etwas anderes als ihre Autobahnraststätte gibt, müssen sich erstmal im Kaufhaus zurecht finden. Doch das Kaufhaus wimmelt voller Nomen. Alles ist gut durchorganisiert, die Nomen leben unter den Dielen, haben die Elektrizität der Menschen angezapft, klauen Nahrungsmittel… Es herrscht eine starke Hierarchie, die einzelnen Familien, die nach den Abteilungen, unter welchen sie wohnen benannt sind (Kurzwarenler, Del Ikatssen, Eisenwarenler…) bestimmen das Geschehen. Über allen stehen die „Büromaterialer“ , die Lesen mächtig sind. Sie haben dafür gesorgt dass es eine Religion gibt, und damit die ewigen Kriege zwischen den Abteilungen gestoppt. Die Religion beruht auf den Schildern der Menschen, und darauf das „Arnold Bros. (gegr. 1905)“ die ganze Welt für die Nomen erschaffen hat. Tatsächlich ist „Arnold Bros. (gegr.1905)“ der Gründer des Kaufhaus, weswegen man seinen Namen auch überall antrifft. Doch die Kaufhausnomen leugnen strikt dass es ein „Draußen“ gibt. Sie halten Masklin und seine Truppe für Lügner. Doch bei manchen Regen sich Zweifel…

Nun geschieht etwas Unvorhergesehenes. In dem Moment, in welchem das „Ding“ in die Nähe von Elektrizität kommt, beginnt es mit den Nomen zu reden. Es erzählt ihnen, dass die Nomen eigentlich von einem anderen Stern sind, und nur Schiffsbrüchige auf diesem Planeten. Doch davon verstehen die Nomen nichts. Außerdem sagt das „Ding“ –das die Computer der Menschen anzapfen kann- dass das Kaufhaus bald abgerissen werden soll. Wohin sollen die Nomen sich nun wenden. Ein draußen haben sie stets geleugnet. Doch Masklin, versucht mit neuen Freunden –wie Dorcas dem Erfinder, oder Angalo von Kurzwaren- die Nomen vom Draußen zu überzeugen. Ein wildes Abenteuer beginnt. Die Nomen arbeiten zusammen, und es gelingt den 2000 Wichten in einem Laster aus dem einstürzenden Kaufhaus zu fliehen, und sie landen in einem Steinbruch, in dem sie ein neues Leben anfangen können. Doch Masklin –der viel mit dem „Ding“ geredet hat, weiß nun über die wahre Herkunft der Nomen und weiß auch, das diese Welt nicht ihnen gehört, und dass sie stets auf der Flucht sein werden.

Die Nomen-Trucker ist auch als Hörspiel erschienen und wird von Rufus Beck gelesen. Auch das Hörspiel ist ein Rufus Beck Klassiker: Saugut gelungen. Ausserdem wird das Hörspiel von sehr passender Musik unterlegt.

Mit viel Witz, Anspielungen auf unsere Gesellschaft, tiefinnigen Gedanken, schöner Moral und jeder Menge Spannung präsentiert Terry Pratchett den ersten Teil der Nomen Trilogie. Man lernt, wie versteift und wie stur Menschen sein können, wie Religion funktioniert, wie Vorurteile entstehen... Ein wunderbares Buch. Außerdem sorgt es stets für ein Schmunzeln, wenn die Nomen wieder ein Schild der Menschen falsch verstehen. So schlagen sie als das Schild „BRANDAKTUELL“ aufgestellt wird sofort Feueralarm, fürchten sich vor dem bösen Monster „BOMBENPREISE!“ und rufen „GÜNSTIGE ANGEBOTE IN HÜLLE UND FÜLLE steh uns bei!“. Man lernt diese kleinen Leute zu verstehen, man identifiziert sich mit ihnen und bekommt dadurch einen neuen Blick auf uns Menschen. Wundervoll! Selten habe ich so ein gutes Buch gelesen, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen Anspricht.



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Geschrieben von Der Scharlatan am 17.01.07 13:01 (seit dem 1236 mal gelesen)
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Aktuelle Kommentare zu Die Nomen -Trucker

Kommentar Von einem Gast (30.01.07 16:49):
guter artikel ;) hab selbst den ersten und zweiten teil gelesen und grad beim dritten dran :D :D :D
:D :) :o :p :( ;) [B] [I] [U] [D] [URL] [EMAIL] [-][+] Neuer Kommentar Kommentar abgeben :

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