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Der Rocky-Horror-FankultDie Rocky Horror Picture Show und ihre Fans - die Faszination um das "Anders Sein"
Um das Publikum „aufzuwärmen“ begann man mit der Zeit, vor dem Beginn des Films den Soundtrack abzuspielen. Über Mund-zu-Mund-Propoganda wurde das Publikum des Films immer grösser, der Film selber immer beliebter. Der Fankult nahm zunehmend skurrilere Formen an. Der Tradition des „british pantomime“ oder „Saturday Morning Cinemas“ folgend, begann das Publikum, manche Figuren auszubuhen und andere zu bejubeln. Im Laufe des Jahres 1976 verstärkte sich die Interaktion mit dem Film dadurch, dass manche Fans, die den Film schon viele Male gesehen hatten, begannen, Dialoge zu erfinden, die sie während des Films skandierten. Als Erfinder dieser Zwischenrufe wird ein scheuer Lehrer namens Louis Farese genannt, dem aufgefallen war, dass während der Dialoge im Film teileise grosse Lücken und Pausen entstehen. Er habe das Bedürfnis gehabt, diese zu füllen. Sein erster Zwischenruf sei "buy an umbrella, you cheap bitch" gewesen, in der Szene, in welcher sich Janet mit einer Zeitung vor dem strömenden Regen zu schützen versucht. Diese Kommentare wurden bald vom restlichen Publikum übernommen und ergänzt. Es entwickelte sich ein regelrechter Dialog zwischen Zuschauern und Figuren im Film. Längst hatten sich auch Requisiten eingebürgert, die sich bis heute gehalten haben. Dazu gehören zum Beispiel Reis, der während der Hochzeitszene geworfen wird, Zeitungen, Spielkarten oder Gummihandschuhe, um nur einige wenige zu nennen. Schon wenige Wochen später erschienen die ersten Besucher verkleidet im Stil ihrer Idole im Kino. Etwa zu jener Zeit begannen die Fans auch, vor der Vorführung „Mini-Floor-Shows“ zu inszenieren. Die Vorführung des Films wurde zu einem abendfüllenden Live-Erlebnis. Die Mini-Floor-Shows entwickelten sich relativ schnell weiter zu filmbegleitenden Aufführungen der Szenen direkt vor der Leinwand, erst durch spontane Zuschauer, später durch Animateure.
Noch heute gibt es auf der ganzen Welt Kinos, die den Film seit Jahrzehnten zeigen. Eine Liste ist auf der offiziellen Fanseite der Rocky Horror Picture Show abrufbar. In Europa wird der Film jeweils Sonntags im Museum Lichtspiele in München gezeigt, sowie regelmässig in Kinos in Paris, Genua, Milano und Barcelona. Zu diesen regulären Präsentationen kommen Spezialaufführungen an speziellen Daten wie Halloween. Das Schloss Oakley Court, welches als Vorbild für „Frankenstein Place“ diente, wurde renoviert und zu einem Luxushotel umfunktioniert. Es zieht noch heute viele Rocky-Horror-Fans an. 1981 wurde ein Fortsetzungsfilm mit dem Titel „Shock Treatment“ gedreht. Thema war das nun verheiratete Paar Janet und Brad, welches im vom Fernsehen beherrschten Denton lebt. Dieser Film kam jedoch nicht annähernd an die Popularität heran, die Rocky Horror mittlerweile erreicht hatte.
Es ist wohl unbestritten, dass die Rocky Horror Picture Show einer der grössten und berühmtesten Kultfilme der Filmgeschichte ist und dies auch noch lange Zeit bleiben wird. Quelle : Offizielle Fanseite der Rocky Horror Picture Show Dazu im Postpla.net : Kein Thema angegeben Geschrieben von fantamaus am 03.11.07 19:07 (seit dem 1335 mal gelesen) Ähnliche Artikel zu Der Rocky-Horror-Fankult
Aktuelle Kommentare zu Der Rocky-Horror-FankultRespekt! Toll recherchiert! Einer meiner Lieblingsfilme^^ |
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